5 Awesome Marimo Alternativen

5 Awesome Marimo Alternativen

Yulei Chen - Content-Engineerin bei sliplane.ioYulei Chen
8 min

Marimo ist ein Open-Source Reactive Notebook für Python, das Notebooks als reine .py-Dateien speichert. Anders als klassische Notebooks garantiert Marimo Reproduzierbarkeit durch reaktive Ausführung: Wenn du eine Variable änderst, werden alle abhängigen Zellen automatisch neu ausgeführt. Es ist git-freundlich, als Script ausführbar und als interaktive Web-App deploybar.

Marimo ist komplett kostenlos und Open Source. Das Team bietet eine kostenlose Community Cloud für WebAssembly-Notebooks und hat vor kurzem molab für Cloud-gehostete Notebooks gestartet, aber es gibt noch keine bezahlte Cloud-Version. Wenn du volle Kontrolle über deine Daten und Umgebung willst, kannst du Marimo auf Sliplane für nur 9 €/Monat pro Server selbst hosten. Schau dir unseren einfachen Deploy-Guide an und leg in Minuten los.

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Aber Marimo ist nicht die einzige Option für interaktive Python Notebooks und Data Apps. Ob du Multi-Language-Support, Echtzeit-Zusammenarbeit im Team oder einen anderen Ansatz zum Bauen von Data Apps brauchst - hier sind 5 starke Alternativen.


1. Jupyter

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Jupyter ist die meistgenutzte Open-Source-Notebook-Plattform für interaktives Computing und unterstützt über 40 Programmiersprachen, darunter Python, R, Julia und Scala. Es ist das Fundament, auf dem Marimo aufbaut, mit einem riesigen Ökosystem aus Extensions, Kernels und Integrationen.

  • Features: Multi-Language-Kernel-Support, Rich-Output-Display (HTML, Bilder, LaTeX, Video), JupyterLab IDE mit Drag-and-Drop-Layout, JupyterHub für Multi-User-Deployments, nbconvert für Export nach HTML/PDF/Slides, riesiges Extension-Ökosystem und Integration mit praktisch jedem Data-Science-Tool.
  • Warum du es nutzen solltest: Wenn du mit mehreren Sprachen jenseits von Python arbeitest, eine bewährte Plattform mit der größten Community brauchst oder maximale Kompatibilität mit bestehenden Notebooks und Tools willst, ist Jupyter die sichere Wahl. Fast jedes Data-Science-Tutorial und jede Library setzt Jupyter-Kompatibilität voraus. JupyterHub macht es einfach, Notebooks für Teams oder Kurse bereitzustellen.
  • Warum nicht: Jupyters lineares Ausführungsmodell bedeutet, dass Zellen in beliebiger Reihenfolge ausgeführt werden können, was zu Hidden State und Reproduzierbarkeitsproblemen führt (genau das, wofür Marimo gebaut wurde). Notebooks werden als JSON (.ipynb) gespeichert, was Git-Diffs unübersichtlich macht. Es gibt keine reaktive Ausführung oder eingebaute Interaktivität wie Marimos Slider und UI-Elemente.
  • Pricing: Komplett kostenlos und Open Source (BSD-Lizenz). Self-Hosting-Kosten hängen von deiner Infrastruktur ab. Du kannst Jupyter auf Sliplane für 9 €/Monat hosten.
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2. Deepnote

Deepnote Landing Page

Deepnote ist ein Cloud-nativer Data Workspace für Zusammenarbeit mit Jupyter-kompatiblen Notebooks, Echtzeit-Multiplayer-Editing, KI-Features und direkten Datenbank-Integrationen. Das Tool ist vor kurzem Open Source geworden, was es noch interessanter macht.

  • Features: Echtzeit-Collaborative-Editing (Google-Docs-Style), KI-Assistent mit GPT-4, SQL und Python im selben Notebook, direkte Integrationen mit Snowflake, BigQuery, PostgreSQL und mehr, geplante Notebook-Runs, Versionsverlauf, Kommentar- und Review-Workflows sowie interaktive Data Apps.
  • Warum du es nutzen solltest: Wenn Team-Zusammenarbeit deine Top-Priorität ist, ist Deepnote schwer zu schlagen. Mehrere Leute können gleichzeitig am selben Notebook arbeiten, mit Kommentaren, getrackten Änderungen und Versionsverlauf. Die eingebauten Datenbank-Connectoren lassen dich Datenquellen direkt abfragen, ohne manuelles Setup. Der KI-Assistent hilft bei Code-Generierung und Datenexploration.
  • Warum nicht: Deepnotes bezahlte Pläne sind teuer für Einzelpersonen (59 $/Editor/Monat für den Team-Plan). Die selbst gehostete Version hat möglicherweise nicht alle Cloud-Features. Es bietet nicht Marimos reaktives Ausführungsmodell, du hast also weiterhin die klassische Top-Down-Zellausführung.
  • Pricing: Free-Plan (3 Editoren, 5 Projekte); Team ab 59 $/Editor/Monat; Enterprise mit individuellen Preisen. Education-Plan ist kostenlos für Studenten und Lehrende.

3. Hex

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Hex ist ein kollaborativer Data Workspace, in dem du SQL und Python im selben Projekt mischen kannst, mit Fokus auf interaktive Data Apps für Stakeholder. Es schließt die Lücke zwischen Notebooks und BI-Tools.

  • Features: Kombinierte SQL- und Python-Zellen mit geteiltem State, interaktiver App-Builder mit Dropdowns, Slidern und Date Pickern, Echtzeit-Zusammenarbeit, geplante Runs und Alerts, GitHub Sync, Versionskontrolle mit Branching, KI-gesteuerter Data Agent, Chart Builder und veröffentlichbare Data Apps.
  • Warum du es nutzen solltest: Wenn dein Workflow sowohl SQL als auch Python umfasst und du Analysen in interaktive Apps verwandeln willst, die auch nicht-technische Stakeholder nutzen können, ist Hex genau dafür gebaut. Der geteilte State zwischen SQL- und Python-Zellen heißt, du kannst eine Datenbank abfragen und die Ergebnisse direkt in Python verwenden, ohne Boilerplate. Das App-Publishing macht aus einem Notebook ein fertiges Produkt mit Filtern und Controls.
  • Warum nicht: Hex ist proprietär und bietet kein Self-Hosting. Der Free Tier ist begrenzt (3 Projekt-Autoren, 7 Tage Versionsverlauf). Die Preise skalieren pro Editor, was bei größeren Teams schnell teuer wird. Es ist weniger flexibel als Marimo für reine Python-Workflows und unterstützt keine Sprachen über SQL und Python hinaus.
  • Pricing: Community (kostenlos, begrenzt); Professional ab 36 $/Editor/Monat; Team ab 75 $/Editor/Monat; Enterprise mit individuellen Preisen. Kostenlose Pläne für Studenten und Non-Profits.

4. Streamlit

Streamlit Landing Page

Streamlit ist ein Open-Source Python-Framework zum Bauen von interaktiven Data Apps und Dashboards. Statt dem Notebook-Paradigma schreibst du mit Streamlit normale Python-Scripts, die automatisch zu interaktiven Web-Apps mit Widgets, Charts und Layouts werden.

  • Features: Pure Python API zum Bauen von Web Apps (kein HTML/CSS/JS nötig), eingebaute Widgets (Slider, Buttons, File Uploader, Text Inputs), automatische Reaktivität (die App wird bei Input-Änderungen neu ausgeführt), Caching für aufwendige Berechnungen, Multi-Page-App-Support, Theming, Session State Management und kostenloses Community Cloud Deployment.
  • Warum du es nutzen solltest: Wenn dein Ziel das Bauen und Teilen von interaktiven Data Apps ist (statt explorativer Notebooks), ist Streamlit die populärste Wahl. Du schreibst normale Python-Scripts (keine Notebooks), also ist alles git-freundlich und testbar. Die Lernkurve ist minimal: Ein paar Zeilen Code ergeben eine vollständige Web-App. Die kostenlose Community Cloud macht das Teilen super einfach.
  • Warum nicht: Streamlit ist kein Notebook. Es gibt keine Zelle-für-Zelle-Ausführung zum Explorieren. Das gesamte Script wird bei jeder Interaktion neu ausgeführt, was ohne sorgfältiges Caching bei komplexen Apps langsam sein kann. UI-Anpassungen über eingebaute Komponenten hinaus sind begrenzt. Enterprise-Features brauchen Snowflake-Integration. Self-Hosting braucht mehr Setup als Marimo.
  • Pricing: Open-Source-Framework ist kostenlos (Apache 2.0 Lizenz). Community Cloud ist kostenlos für öffentliche Apps mit 1 privaten App. Enterprise Deployment über Snowflake (Preise nicht öffentlich). Self-Hosting ist kostenlos.

5. Apache Zeppelin

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Apache Zeppelin ist ein Open-Source-Web-Notebook für interaktive Datenanalyse, das für Big-Data-Workflows designt wurde. Es unterstützt über 20 Interpreter, darunter Python, SQL, Scala und R, und hat eine tiefe Integration mit Apache Spark.

  • Features: 20+ Sprach-Interpreter (Python, SQL, Scala, R, Spark, Flink und mehr), eingebaute Datenvisualisierungen, Apache Spark Integration, Dynamic Forms für parametrisierte Notebooks, Echtzeit-Zusammenarbeit, Notebook Scheduling, LDAP Multi-User-Support, einbettbare Visualisierungen via iframe und JDBC-Konnektivität zu jeder Datenbank.
  • Warum du es nutzen solltest: Wenn du mit Big-Data-Tools wie Apache Spark, Flink oder Hive arbeitest, ist Zeppelin genau dafür gebaut. Die Multi-Interpreter-Architektur lässt dich SQL, Scala und Python im selben Notebook mischen. Eingebaute Visualisierung spart dir separate Charting-Libraries. Dynamic Forms lassen dich parametrisierte Notebooks erstellen, die auch nicht-technische Nutzer bedienen können.
  • Warum nicht: Zeppelin hat eine steilere Lernkurve als Marimo, besonders beim Setup von Interpretern und Spark-Integration. Die UI wirkt im Vergleich zu modernen Tools veraltet. Die Community ist kleiner und weniger aktiv als die von Jupyter. Für einfache Python-Workflows, wo Marimo glänzt, ist es Overkill. Das Docker-Setup ist aufwendiger.
  • Pricing: Komplett kostenlos und Open Source (Apache 2.0 Lizenz). Keine bezahlten Tiers. Self-Hosting-Kosten hängen von der Infrastruktur ab, typischerweise ab ca. 9 €/Monat auf einem VPS.

Fazit

ToolIdeal fürSetup-AufwandFokusCloud Pricing
MarimoReaktive, reproduzierbare Python NotebooksSehr einfachGit-freundliche Notebooks & AppsKostenlos (Community Cloud)
JupyterMulti-Language Interactive ComputingEinfachFlexible Notebook-PlattformKostenlos (Open Source)
DeepnoteTeam-Zusammenarbeit an NotebooksSehr einfachCloud-nativer Data WorkspaceDeepnote Kostenlos / 59 $/Editor/Mo
HexSQL + Python Data AppsEinfachAnalysten-freundlicher WorkspaceHex Kostenlos / 36-75 $/Editor/Mo
StreamlitInteraktive Python Web AppsMittelData App FrameworkKostenlos (Community Cloud)
Apache ZeppelinBig Data & Multi-Language AnalyticsMittelSpark & Big Data NotebooksKostenlos (Open Source)

Jedes Tool füllt eine andere Lücke: Jupyter für maximale Sprachunterstützung und Ökosystem-Kompatibilität, Deepnote für Echtzeit-Team-Zusammenarbeit, Hex für SQL-lastige Workflows mit Stakeholder-Apps, Streamlit zum Bauen von eigenständigen Data Apps und Apache Zeppelin für Big Data und Spark-basierte Analysen.

Marimo bleibt eine exzellente Wahl, wenn dir Reproduzierbarkeit, reaktive Ausführung und git-freundliche Notebooks als reine Python-Dateien wichtig sind. Aber wenn du eher Team-Zusammenarbeit, Multi-Language-Support oder polierte Data Apps brauchst, könnte eine dieser Alternativen besser passen.

Wenn du selbst hosten willst, schau dir unsere Guides an: Marimo selbst hosten - the easy way und Jupyter selbst hosten - the easy way.

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